Nun sind wir mit dem Reinigen des Bootes fertig. Unsere Rückflugtickets haben wir ebenfalls gebucht - ohne, dass wir unsere Gutscheine einlösen konnten. Aber das ist uns gerade egal. Wir sind stolz auf unsere Leistung in Langsamkeit über den Atlantik und der Art, wie wir damit umgegangen sind. Aber nicht nur uns ging es so. Mit einem Skipper, der eine Stunde nach uns angelegt hat, sind wir gestern Abend in einer typisch portugiesischen Kneipe essen gewesen. Auch er klagte über die außergewöhnliche Wetterlage. Er motorte noch viel mehr, als wir.
Aber all das ist jetzt vergessen und wir realisieren immer mehr, dass das für uns eine besondere Erfahrung in unserem Leben war.
Heute Morgen haben wir auf das Meer hinausgeschaut und den Wunsch verspürt, gleich wieder zu starten in die Ferne, die irgendwo da draußen auf uns wartet.
Das ist der letzte Blogeintrag und wir wollen die Gelegenheit nutzen, unserer Homebase Stefan und Carlo zu danken. Und ganz besonders unseren phantastischen Frauen Claudia und Petra, die schon lange vor dem Start uns aushalten mussten, weil es immer nur ein Thema gab.
Danke auch an alle anderen, die uns bei unserem Vorhaben und der Durchführung direkt und indirekt geholfen haben.
Klaus und Christian
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Sonntag, 21. Juni 2020
Samstag, 20. Juni 2020
Wir sind da
Stolz, müde, erfreut, ungläubig. Wir trinken erstmal unser Anlegerbier und genießen die Ruhe. Morgen gibt's mehr Infos.
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Freitag, 19. Juni 2020
Unter 100 Seemeilen bis zum Ziel
Einmal werden wir noch wach. Heissa, dann ist Ankunftstach. Je näher wir dem Ziel kommen, je mehr sind wir wie kleine Jungs vor der Bescherung aufgeregt. Nun ja, einmal wach werden ist nicht wirklich richtig, denn ankommen werden wir voraussichtlich morgen gegen 7 Uhr und deswegen nochmal jeder zwei Nachtwachen haben.
Aber wir sind dem Ziel sehr nahe und können die Insel Pico sehen und bald auch Sao Miguel.
Nach der neuesten Info des Hafenbüros der Marina in Sao Miguel müssen wir wohl keinen Coronatest machen, da wir vier Wochen Quarantäne seit Martinique hatten. Das wäre klasse, denn unser Ziel ist es, das Boot im Laufe des nächsten Tages zu reinigen und fertig für das Verlassen zu machen und am Sonntag einen Flug zu unseren Frauen zu bekommen.
Wir werden sehen, ob das klappt, denn eine neue Herausforderung hat sich überraschend aufgetan. Denn in der Marina ist es Pflicht, eine ortsansässige Kontaktperson zu haben die auf das Boot aufpasst. Aber unsere Homebase Stefan, der uns schon die ganze Reise immer toll unterstützt hat, arbeitet schon an einer Lösung.
Die Nacht war wieder stockdunkel und wir haben erstmals ein Fischerboot mit Treibnetz weiträumig umfahren. Wir werden die letzte, nächste Nacht verstärkt wegen Frischern Wache stehen, da wir davon ausgehen, dass in Küstennähe der Trubel zunehmen wird.
Zum Glück haben wir wieder etwas Wind. Leider achterlich, was uns zum Kreuzen zwingt und keinen direkten Kurs möglich macht. Dafür kommt Heini wieder zu seinem Einsatz und wir müssen nicht mehr am Steuerrad stehen.
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Aber wir sind dem Ziel sehr nahe und können die Insel Pico sehen und bald auch Sao Miguel.
Nach der neuesten Info des Hafenbüros der Marina in Sao Miguel müssen wir wohl keinen Coronatest machen, da wir vier Wochen Quarantäne seit Martinique hatten. Das wäre klasse, denn unser Ziel ist es, das Boot im Laufe des nächsten Tages zu reinigen und fertig für das Verlassen zu machen und am Sonntag einen Flug zu unseren Frauen zu bekommen.
Wir werden sehen, ob das klappt, denn eine neue Herausforderung hat sich überraschend aufgetan. Denn in der Marina ist es Pflicht, eine ortsansässige Kontaktperson zu haben die auf das Boot aufpasst. Aber unsere Homebase Stefan, der uns schon die ganze Reise immer toll unterstützt hat, arbeitet schon an einer Lösung.
Die Nacht war wieder stockdunkel und wir haben erstmals ein Fischerboot mit Treibnetz weiträumig umfahren. Wir werden die letzte, nächste Nacht verstärkt wegen Frischern Wache stehen, da wir davon ausgehen, dass in Küstennähe der Trubel zunehmen wird.
Zum Glück haben wir wieder etwas Wind. Leider achterlich, was uns zum Kreuzen zwingt und keinen direkten Kurs möglich macht. Dafür kommt Heini wieder zu seinem Einsatz und wir müssen nicht mehr am Steuerrad stehen.
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Donnerstag, 18. Juni 2020
Ein Königreich für einen Autopiloten
Seit gestern Abend motoren wir ohne Windunterstützung und somit ohne Heini unserer Windsteueranlage. Das bedeutet, dass wir am Ruder stehen und ständig den Kurs im Auge haben müssen.
Das hat uns in der vergangenen Nacht sehr geschlaucht. Mit Heini sitzen wir nicht am Steuer, sondern gemütlich und warm unter der Sprayhood und überprüfen regelmäßig den Kurs, korrigieren vielleicht und halten Wache wegen dem Schiffsverkehr.
Bis Sao Miguel wird das mit ohne Heini so bleiben. Zum Glück sind es nur noch knapp 2 Nächte.
Eben haben wir die Uhren letztmalig um eine Stunde vorgestellt. Uns trennen jetzt nur noch 3 Stunden.
Der Diesel wird uns nach aktueller Rechnung gerade so reichen und wir sind froh, bisher sehr sparsam damit umgegangen zu sein.
Wir denken, dass wir in der kommenden Nacht querab die Lichter der Berge von Fajal und Pico sehen werden. Vielleicht auch die ersten Lichter von Sao Miguel. Wir freuen uns darauf.
Die Nacht ist inzwischen kalt und wir wickeln uns bei den Wachen warm ein. Tagsüber sitzen wir im T-Shirt im Cockpit. Aber wir werden es schaffen, barfuß die gesamte Strecke zurückzulegen. Bisher haben wir nur unsere Crogs angehabt und das wird bis zum Ziel so bleiben.
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Das hat uns in der vergangenen Nacht sehr geschlaucht. Mit Heini sitzen wir nicht am Steuer, sondern gemütlich und warm unter der Sprayhood und überprüfen regelmäßig den Kurs, korrigieren vielleicht und halten Wache wegen dem Schiffsverkehr.
Bis Sao Miguel wird das mit ohne Heini so bleiben. Zum Glück sind es nur noch knapp 2 Nächte.
Eben haben wir die Uhren letztmalig um eine Stunde vorgestellt. Uns trennen jetzt nur noch 3 Stunden.
Der Diesel wird uns nach aktueller Rechnung gerade so reichen und wir sind froh, bisher sehr sparsam damit umgegangen zu sein.
Wir denken, dass wir in der kommenden Nacht querab die Lichter der Berge von Fajal und Pico sehen werden. Vielleicht auch die ersten Lichter von Sao Miguel. Wir freuen uns darauf.
Die Nacht ist inzwischen kalt und wir wickeln uns bei den Wachen warm ein. Tagsüber sitzen wir im T-Shirt im Cockpit. Aber wir werden es schaffen, barfuß die gesamte Strecke zurückzulegen. Bisher haben wir nur unsere Crogs angehabt und das wird bis zum Ziel so bleiben.
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Mittwoch, 17. Juni 2020
Tag 25 - wir nähern uns dem Anlegerbier
Wenn wir weiter so gute Fahrt machen, dann schaffen wir es vielleicht bis Freitag vor dem Einbruch der Dunkelheit, auf Sao Miguel anzukommen. Derzeit laufen wir mit 6 Knoten ohne Motor Richtung Osten. Das Flautenfeld sitzt uns im Nacken und wird uns wohl um ca 2-3 Uhr eurer Zeit eingeholt haben. Dann geht es wieder mit Motor weiter, der uns Treue Dienste bisher bescherte.
Die Nacht war stockdunkel. Bewölkter Himmel. Kein Mond, der etwas Licht hätte durch die Wolken schieben können. Der Horizont war dabei kaum noch auszumachen. Jetzt hat sich etwas die Sonne herausgetraut und wärmt uns wieder auf.
Wir haben uns selbst schon - nach all den Strapazen der letzten fast vier Wochen - gefragt, warum wir diesen Trip überhaupt machen. Am besten ist das vergleichbar mit einem Marathonlauf, einer anstrengenden Bergwanderung. Man fragt sich unterwegs, warum man sich das überhaupt antut, welcher Teufel einen da geritten hat, das anzugehen. Wenn man dann aber am Ziel, auf dem Gipfel, angekommen ist, dann entschädigt all das für die vorangegangene Zeit und wird es wieder tun wollen. Immer wieder schauen wir auf der Karte die Dimensionen der zurückgelegten Strecke zwischen den Kotinenten an und sind schon jetzt stolz auf das, was wir zu zweit geleistet haben. Hätten wir den Trip nicht angehen können, so wären wir einer Erfahrung ärmer und enttäuscht, den Segelmarathon nicht gemacht zu haben. Alle Energie einzusetzen, das doch trotz Corona durchzuziehen, hat sich für uns gelohnt.
Noch zwei Nächte, zwei Nachtschichten. Wir freuen uns wie kleine Kinder auf den Geruch von ersten Grün, Rauch, Lichter, die nicht von einem Schiff stammen und zählen schon bald die Stunden bis dahin.
Wahrscheinlich werden wir heute Nacht letztmalig auf unserem Trip die Uhr um eine Stunde näher zu euch stellen. Dann haben wir nur noch drei Stunden Zeitunterschied.
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Die Nacht war stockdunkel. Bewölkter Himmel. Kein Mond, der etwas Licht hätte durch die Wolken schieben können. Der Horizont war dabei kaum noch auszumachen. Jetzt hat sich etwas die Sonne herausgetraut und wärmt uns wieder auf.
Wir haben uns selbst schon - nach all den Strapazen der letzten fast vier Wochen - gefragt, warum wir diesen Trip überhaupt machen. Am besten ist das vergleichbar mit einem Marathonlauf, einer anstrengenden Bergwanderung. Man fragt sich unterwegs, warum man sich das überhaupt antut, welcher Teufel einen da geritten hat, das anzugehen. Wenn man dann aber am Ziel, auf dem Gipfel, angekommen ist, dann entschädigt all das für die vorangegangene Zeit und wird es wieder tun wollen. Immer wieder schauen wir auf der Karte die Dimensionen der zurückgelegten Strecke zwischen den Kotinenten an und sind schon jetzt stolz auf das, was wir zu zweit geleistet haben. Hätten wir den Trip nicht angehen können, so wären wir einer Erfahrung ärmer und enttäuscht, den Segelmarathon nicht gemacht zu haben. Alle Energie einzusetzen, das doch trotz Corona durchzuziehen, hat sich für uns gelohnt.
Noch zwei Nächte, zwei Nachtschichten. Wir freuen uns wie kleine Kinder auf den Geruch von ersten Grün, Rauch, Lichter, die nicht von einem Schiff stammen und zählen schon bald die Stunden bis dahin.
Wahrscheinlich werden wir heute Nacht letztmalig auf unserem Trip die Uhr um eine Stunde näher zu euch stellen. Dann haben wir nur noch drei Stunden Zeitunterschied.
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Dienstag, 16. Juni 2020
Unser Trip endet auf den Azoren
Wir haben uns nun dazu entschlossen, unseren Trip, wie ursprünglich vor Corona geplant, auf den Azoren enden zu lassen.
Neptun haben wir wohl in der Vergangenheit zu wenig gehuldigt. Seit mehreren Tagen kämpfen wir gegen den Wind vor der Nase an und motoren seit gestern fast ununterbrochen mit Segelunterstützung. Die Wellen sind für diesen Teil des Atlantiks typisch langgezogenen mit sanften Tälern und Höhen, schätzungsweise 3-4 Metern Unterschied. Dazu kommen aber noch die unzähligen, kleinen Wellenmitesser auf diesen sanften Wellen, die uns ziemlich durchschütteln und uns zu den einbeinigen Rodeomeistern gemacht haben.
Nach den Wettervorhersagen wird uns die aktuelle Wetterlage auch noch erhalten bleiben. Und es wird noch schlimmer: Uns verfolgt ein Flautenfeld heftigen Ausmaßes, dem wir wohl nicht entkommen werden.
So heißt es wohl, dass wir bis Sao Miguel motoren müssen. Dabei müssen wir mit dem Diesel haushalten, um nicht kurz vor dem Ziel ohne da zu stehen.
Nach jetziger Prognose kommen wird Freitag oder Samstag zum Anlegerbier auf Sao Miguel an.
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Neptun haben wir wohl in der Vergangenheit zu wenig gehuldigt. Seit mehreren Tagen kämpfen wir gegen den Wind vor der Nase an und motoren seit gestern fast ununterbrochen mit Segelunterstützung. Die Wellen sind für diesen Teil des Atlantiks typisch langgezogenen mit sanften Tälern und Höhen, schätzungsweise 3-4 Metern Unterschied. Dazu kommen aber noch die unzähligen, kleinen Wellenmitesser auf diesen sanften Wellen, die uns ziemlich durchschütteln und uns zu den einbeinigen Rodeomeistern gemacht haben.
Nach den Wettervorhersagen wird uns die aktuelle Wetterlage auch noch erhalten bleiben. Und es wird noch schlimmer: Uns verfolgt ein Flautenfeld heftigen Ausmaßes, dem wir wohl nicht entkommen werden.
So heißt es wohl, dass wir bis Sao Miguel motoren müssen. Dabei müssen wir mit dem Diesel haushalten, um nicht kurz vor dem Ziel ohne da zu stehen.
Nach jetziger Prognose kommen wird Freitag oder Samstag zum Anlegerbier auf Sao Miguel an.
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Montag, 15. Juni 2020
Wind direkt von vorne - noch nicht klar, ob wir auf den Azoren das Boot belassen
Seit Tagen haben wir den Wind fast direkt auf den Bug bekommen - und nun direkt auf die Nase, sodass wir wieder den Motor gestartet und die Segel eingeholt haben. Aber auch mit Motor machen wir nur 2 Knoten Fahrt über Grund.
Die Sonne ist wieder raus gekommen, was das Meer freundlicher wirken lässt, als zuvor.
Mittlerweile haben wir uns so an den in den letzten Tagen herrschenden Seegang gewöhnt, dass wir locker mit verbundenen Augen einbeinig auf einem Rodeostier in voller Fahrt geschmeidig mit der Haltungsnote 1 stehen könnten
Wegen Corona gibt es die Infos, dass wir einen Test machen können und dann bei erfolgreichem Bestehen, von Bord dürfen.
Das Ziel Horta auf Fajal haben wir geändert auf Sao Miguel, da dort die Marina größer und auch Hin- und Rückflüge einfacher sind. Wer und ob jemand das Boot auf den Azoren übernehmen wird, erfahren wir wohl in den nächsten Tagen, denn bis Sao Miguel sind es 560 Seemeilen. Also noch alles offen, ob unsere Reise auf den Azoren oder auf dem portugiesischen Festland endet.
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Die Sonne ist wieder raus gekommen, was das Meer freundlicher wirken lässt, als zuvor.
Mittlerweile haben wir uns so an den in den letzten Tagen herrschenden Seegang gewöhnt, dass wir locker mit verbundenen Augen einbeinig auf einem Rodeostier in voller Fahrt geschmeidig mit der Haltungsnote 1 stehen könnten
Wegen Corona gibt es die Infos, dass wir einen Test machen können und dann bei erfolgreichem Bestehen, von Bord dürfen.
Das Ziel Horta auf Fajal haben wir geändert auf Sao Miguel, da dort die Marina größer und auch Hin- und Rückflüge einfacher sind. Wer und ob jemand das Boot auf den Azoren übernehmen wird, erfahren wir wohl in den nächsten Tagen, denn bis Sao Miguel sind es 560 Seemeilen. Also noch alles offen, ob unsere Reise auf den Azoren oder auf dem portugiesischen Festland endet.
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